Lettre 1: de Rudolf à sa mère, Anne, 2 décembre 1914

Version française page 2 =>


Contenu historique de la lettre:

  • l’entrée en guerre, l’impatience, le patriotisme et l’enthousiasme des soldats
  • la manière dont se fait l’incorporation
  • effets donnés aux soldats
  • la guerre de mouvement, les premières offensives : la bataille de la Marne
  • la propagande
  • le blocus maritime

Menden, Mittwoch den 2. Dezember 1914

Liebe Mutter,

Ich schreibe Dir zum ersten Mal von der Kaserne in Menden aus, ich habe meinen ersten Test gemacht. Wenn es Dich beruhigt, es geht mir gut. Sie haben mich gewogen, gemessen . Ich habe ein bisschen Körpergewicht abgenommen, Du darfst nicht die Nerven verlieren, weil das üblich ist. Sie haben mir gesagt, dass ich geeignet bin, um an die Front zu gehen. Wir haben ein letztes Training und Vorbereitungen vor meinem Einberufungsbescheid gemacht. Heute wollen sie uns die Uniformen, die Pickelhauben  mit der Waffe und Munitionen verteilen. Seit einigen Tagen habe ich eine Erkennungsmarke, wo man  lesen kann: “ Hofmann Rudolf, 13.05.96, JR.113 3°Abteilung, 8.K.90 “ Ich bin in Eile und Du weißt, dass ich meinem Vaterland helfen und es schützen will. Viele Personen warten auch auf Ihren Einberufungsbescheid. Ich höre Soldaten sagen : “ Gebe Gott, was er will, nur gebe er uns das Beste, sei es Unglück oder Glück.”. Ich finde, dass dieser Satz schön ist. Was denkst du ? Ich habe auch gehört, dass die Marnes Schlacht gewonnen wurde.  Das ist eine wunderbare Information für uns. Alle sind glücklich, aber ich hoffe, dass wir wirklich gewonnen haben, weil einige Personen  über die Propaganda sprechen. Hast Du die gleichen Information über die Propaganda? Im Moment sprechen keine Personen  über Schlacht oder wenige Personen. Ich denke, dass die Front stabilisiert ist. Hast Du Nachrichten von Papa und Franz bekommen? Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht. Vielleicht weißt Du, ob sie an diesem Kampf teilgenommen haben. Und Du, wie geht es Dir mit Helene? Ist es kompliziert mit dem Haus und der Arbeit in dem Bauernhof? Ich denke nicht, weil Helene und Du willensstark seid und Ihr könnt einen kühlen Kopf bewahren. Isst du auch genug ? Ich habe auch gehört, dass die Alliierten eine Blockade aufgestellt haben, um das Volk auszuhungern.

Noch einmal Verzeih mir Mama, aber das ist meine Pflicht meinem Vaterland zu helfen und egal was jetzt kommt, ich bin dabei, ich kann nicht mehr zurück.

Ich hoffe,dass Du mir schnell antworten kannst. Ich warte ungeduldig auf Deinen Brief.

 

Dein Dich liebender Sohn.

Rudolf.

 

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