Lettre 3: de Rudolf à sa mère, Anne, 21 avril 1916

Version française page 2 =>


Contenu historique de la lettre:

  • la découverte des horreurs de la guerre
  • le baptême du feu du soldat
  • la puissance de l’artillerie
  • la guerre de tranchées, l’organisation des tranchées allemandes en béton
  • la guerre sur le front ouest, en France, avec l’occupation d’une partie de la région Nord-Pas-de-Calais
  • la haine des Français pour les Allemands, les « boches » et la résistance

Aire-sur-la-Lys, Freitag den 21. April 1916

Liebe Mutter,

Ich bin schließlich in Frankreich angekommen. Die Landschaft ist schon verwüstet und wir haben unsere erste Schießerei erlitten. Mein erstes Sich-Gegenüberstehen war schreckenerregend, wir konnten überall um uns herum Tote sehen und unser Abschnitt wurde nicht erspart. Die Mehrheit von uns zog vor, sich so zu verstecken, die Angst war anwesend. Ich habe viele Menschen umkommen gesehen. Ich weiß nicht, ob ich wieder nach Hause komme. Die Lebensbedingungen in den Schützengräben sind sehr schwer aber andere Soldaten meinen, dass unsere Gräben nicht so schlimm sind wie die französischen, weil wir unsere Gräben mit Beton verstärkt haben. Heute sind die Franzmänner  in die Offensive gegangen, Ich war über diesen Angriff erschrocken und habe so viele Kameraden sterben gesehen. Manche waren im Gesicht schwer verletzt worden und durch den Krankenträger in frontnahe Feldlazarette transportiert. Jeder Tag, der vergeht, verdunkelt die Hoffnung, die ich habe, zurückzukehren . Wir haben den  Befehl erhalten, ein französisches Dorf zu besetzen. Ich muss dir beichten, dass ich einem jungen sehr netten und hübschen Mädchen begegnet bin. Ich empfand Liebe auf den ersten Blick und ich glaube, dass ich ihr auch gefalle. Die Franzosen hassen uns, sie nennen uns “Boche”. Bestimmte Franzosen wollen unseren Befehlen nicht folgen. Sie leisten passiven Widerstand. Manchmal läutete der Alarm des Dorfes, eine Bombardierung stand bevor, dann wollten wir uns in den Kellern der Häuser verstecken. Während der Bombardierung bebten die Häuser und die Kinder weinten

Dein Rudolf.

 

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