Lettre 5: lettre de Rudolf à sa mère, Anne, 15 novembre 1918

Version française page 2 =>


Contenu historique de la lettre:

  • reprise de la guerre de mouvement, les dernières offensives allemandes du printemps et de l’été 1918
  • l’épuisement des soldats allemands et leur désespoir
  • le début des mutineries à Kiel
  • l’abdication et la fuite de Guillaume II le 9 novembre 1918
  • la proclamation de la république de Weimar
  • la fin des hostilités avec l’armistice du 11 novembre 1918
  • l’histoire de cet amour impossible entre un « boche » et une Française au sortir de la guerre

Aire-sur-la-Lys, Freitag den 15. November 1918

Liebe Mutter,                                                                                                 

Ich schreibe Dir ein drittes Mal, um von mir hören zu lassen. Der Kampf wird immer schwieriger für uns. Im Frühling 1918 (den 21. März) begann die Frühjahrsoffensive gegen Frankreich und wir glaubten die Offensiven im Westen zurückwerfen und die Franzosen besiegen zu können, aber das war kein Erfolg. Also waren wir 192 Divisionen (3 500 000 Männer) gegenüber den Franzosen mit ihren 171 Divisionen (3 100 000 Männer). Unsere Generäle wollen groBe deutsche Offensiven im Westen im Frühling 1918 planen. Sie wollten nämlich die Schwächung der Franzosen ausnutzen (besonders mit dem Scheitern der Strategie eines U-Boot-Kriegs). Aber seit Anfang des Frühlings 1918 vergrößern die amerikanischen Truppen die französischen Reihen : 150.000 amerikanische Truppen kommen jeden Monat. Ihre Zahl vergrößert sich immer weiter. Die Deutschen wissen, dass die amerikanischen Truppen stark und organisiert sind aber sie hoffen, dass sie die Oberhand übernehmen. So planen die Deutschen eine große Offensive  für Mitte Juli und das heißt “Friedensturm”. Nach dem östlichen Sieg verlangen die Generäle alle deutschen Kräfte wieder einzuberufen und der Westlinie einen letzten Schlag zu versetzen, um eine Kriegsentscheidung zu erhalten. Im Frühling 1918 schaffte es die Deutsche Armee, zum ersten Mal seit 1914, die Front zu durchbohren und in großem Umfang neue Gebiete zu gewinnen. Die Deutschen wurden durch die Propaganda ermutigt aber letztendlich enttäuscht, dass die Offensive des Sommers 1918 gescheitert ist. Wir sind schlecht ernährt, ausgehungert, erschöpft. Wir haben enorme Verluste erlitten (Unser Kommandant ist bei einer Offensive getötet worden und die ganze Gruppe hat sich zerstreut, manche sind gefangen worden und andere haben sich anderen Gruppen angeschlossen) ; im Gegensatz zu den Franzosen haben wir es nicht geschafft, unsere Panzer zu entwickeln. Außerdem befand sich fast die ganze Kavallerie auf der östlichen Front, was die Chancen der Ausnutzung der Durchbrüche der feindlichen Linien im Westen reduzierte. Wir befinden uns weit weg von unseren Lebensmittelversorgungs- und Verkehrslinien. Die Gegenoffensive der Alliierten, die auf dem Mergel im Juli und vor Amiens im folgenden Monat stattgefunden hat, markierte den Anfang des Endes für die deutsche Armee. Der 8. August 1918 war der Anfang von unserer brennenden Niederlage. Danach gab es eine Welle Meutereien, und ich habe gehört, dass diese Welle in Norddeutschland bei den Marineoffizieren in Kiel begonnen hat : das war dann auch der Anfang der Proteste der Soldaten und der Zivilisten. Manche meiner Begleiter haben den Kampf vor Verzweiflung verlassen… Schließlich habe ich auch den Kampf aufgegeben und ich wurde von einer französischen Familie aufgenommen, bei der ich der Front fern blieb. Und da habe ich mich in die Tochter der Familie verliebt. Sie heißt Emma, sie ist sehr schön und sehr nett. Ich würde gern in Frankreich bleiben, um mit ihr zu leben und sie in der Zukunft zu heiraten. Also forderte die deutsche oberste Heeresleitung am 29. September 1918 die Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen. Am 9. November ist der Kaiser Wilhelm II. in die Niederlande geflohen und die Weimarer Republik wurde ausgerufen. Und am 11. November 1918 teilte man uns das Ende des Krieges mit, der Waffenstillstand wurde unterschrieben und  wir haben  verloren.

Ich habe wirklich Lust, in Frankreich bei Emma zu bleiben und ein neues Leben hier zu beginnen… Ich vermisse euch, und ich küsse dich. Bis bald Mama…

Dein Sohn.

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