Lettre 4: d’Anne à son fils Rudolf, 7 avril 1917

Version française page 2 =>


Contenu historique de la lettre:

  • les mutilés de guerre
  • les blessures mal soignées au front dans des hôpitaux de fortune
  • les nouvelles armes de destruction massive au front
  • la mort qui frappe les familles
  • l’annonce de la mort par le Haut Commandement de l’Armée allemande
  • la lettre du frère de tranchée qui, souvent, explique à la famille les conditions de la mort et leur rend les effets personnels du défunt
  • l’entrée en guerre des Américains
  • le rationnement pour les civils
  • le contrôle de l’information, la censure et la propagande

Lendringsen, Samstag den 7. April 1917

Mein Sohn,

Wie du weißt, war dein Vater auf der Front. Er hatte die Erlaubnis seiner Vorgesetzten bekommen, nach Hause zurückzukehren. Leider hat er während der Schlachten sehr gelitten und ist von den Granatsplittern völlig entstellt worden. Sie haben neue Waffen benutzt wie Giftgase und  grauenhafte Bomben, die schreckliche Zersplitterungen verursachen und die nicht mehr benutzt werden sollten. Der Krieg ist eine Abscheulichkeit, die zum Ziel hat, seinen Feind zu zerstören. Ich bin für dich so glücklich wie du, dass du schließlich die Liebe gefunden hast, aber ich muss dir eine sehr schlechte Nachricht mitteilen. Dein Bruder hat in  Verdun nicht überlebt . Ich habe von der Obersten Heeresleitung einen  mit dem Stempel  « Bewaffnet, Deutsch »  versehenen Brief erhalten. Dem Bericht nach ist er an den Folgen einer Beinverletzung gestorben. Nach seiner Operation hat sich sein Bein infiziert und dann ist der ganzer Körper von der Gangrän angesteckt worden. Ein Freund von ihm hat mir seinen Militärpass, unsere Briefe, seinen Rosenkranz und sein Tagebuch geschickt. Ich habe gelesen, dass die Amerikaner Deutschland den Krieg erklärt haben. Ich habe Angst um dich. Hier lässt sich der Hunger spüren, die Stadt hat uns Karten gegeben, damit wir unsere Nahrung bekommen, Brot kommt selten vor, aber wir können mit den gegebenen Rationen ungefähr ein ganzes Jahr durchhalten. Ich habe ebenso bemerkt, wie die Anzeiger nur das Gute des Krieges hervorheben und wie die Massenmedien Lügner sind. Die Front rückt zum Inneren von Frankreich heran. Das, was du sagst, ist völlig anders als das, was in der Zeitung steht.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Viele liebe Grüße,

Deine Mutti

 

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